Fragen zur Arztsuche

In diesem Bereich haben wir Antworten auf häufige Fragen zur Arztsuche der Weissen Liste zusammengestellt.

Häufige Fragen zum Projekt

Wer steht hinter dem Projekt?

Die Arztsuche und die Versichertenbefragung sind ein Teil der Weissen Liste, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Entwickelt wurde das Portal gemeinsam mit der AOK und der BARMER. Weitere Partner sind die Techniker Krankenkasse und die Bertelsmann Betriebskrankenkasse.

Können nur Versicherte der beteiligten Krankenkassen das Portal nutzen?

Die Arztsuche ist für alle Menschen kostenfrei zugänglich – ganz gleich, wie sie versichert sind. An der Befragung teilnehmen können aktuell Versicherte der AOK, der BARMER, der Techniker Krankenkasse und der Bertelsmann Betriebskrankenkasse, die 15 Jahre oder älter sind. Andere Krankenkassen können sich ebenfalls am Projekt beteiligen; entsprechend könnten dann auch deren Versicherte an der Befragung teilnehmen.

Häufige Fragen zur Nutzung des Portals

Woher stammen die Ergebnisse, die zu den Ärzten dargestellt sind?

Die in den Ergebnistabellen dargestellten Werte stammen aus einer Befragung von Versicherten. Bei der Befragung geht es um die Erfahrungen, die Patienten bei ihren Arztbesuchen machen. Der Fragebogen wurde in einem wissenschaftlichen Verfahren entwickelt. Die Ergebnisse werden zusammengeführt und zu jeder einzelnen Ärztin oder jedem einzelnen Arzt in der Arztsuche dargestellt.

An der Befragung teilnehmen können Versicherte der am Projekt beteiligten Krankenkassen. Aktuell sind dies Versicherte der AOK, der BARMER, der Techniker Krankenkasse und der Bertelsmann Betriebskrankenkasse.

Wie werden die Prozentwerte in den Ergebnislisten und Arztprofilen berechnet?

Um die Zuverlässigkeit der Ergebnisse sicherzustellen und den Einfluss von Einzelmeinungen zu begrenzen, finden Sie in den Ergebnislisten und Arztprofilen ausschließlich Ergebnisse zu Ärztinnen und Ärzten, zu denen mindestens fünf Versicherte ihre Erfahrungen mitgeteilt haben.

Zur Ermittlung eines Ergebnisses, das in einem Prozentwert ausgedrückt wird, beispielsweise zur Frage „der Arzt hört mir gut zu“, wird die gewählte Antwortkategorie zunächst in einen Faktor bzw. eine prozentuale Zustimmung umgewandelt. Der resultierende Wert bildet so dann die Basis für die Berechnung des Ergebnisses, welches sich aus dem Durchschnitt aller gewichteten Einzelantworten ergibt. Je höher der Prozentwert, desto besser die Beurteilung durch die Patienten.

So resultiert etwa der Wert für die Frage "Der Arzt hört mir gut zu" aus allen für den Arzt vorliegenden Antworten mit "trifft voll und ganz zu", "trifft eher zu", "trifft eher nicht zu" und "trifft überhaupt nicht zu".

Weitere Informationen zu den Ergebnissen haben wir auf einer speziellen Seite des Portals zusammengestellt.

Zu vielen Ärzten liegen noch keine Ergebnisse vor. Woran liegt das?

Die Online-Arztsuche befindet sich in der Aufbauphase. Die Ergebnisse, die zu den einzelnen Ärzten angezeigt werden, resultieren aus einer Befragung von Patienten. Zunächst wurden - in einer Pilotphase - Versicherte aus Berlin, Hamburg und Thüringen befragt. Seit Anfang Mai 2011 können Versicherte der AOK und der BARMER aus den anderen Bundesländern an der Befragung teilnehmen, seit Februar 2012 auch Versicherte der Techniker Krankenkasse. Versicherte der Bertelsmann Betriebskrankenkasse können seit April 2014 teilnehmen. Es wird noch einige Zeit brauchen, bis das Portal bundesweit mit Befragungsergebnissen befüllt ist. Je mehr Versicherte sich beteiligen, desto aussagekräftiger wird die Arztsuche.

Warum findet man wenige Ergebnisse zu Zahnärzten?

In die Befragung, die der Arztsuche zugrundeliegt, werden alle niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte einbezogen, die in regelmäßigem persönlichen Kontakt mit ihren Patienten stehen. Zahnärzte können jedoch erst seit Februar 2012 beurteilt werden, da es Anspruch der Projektinitiatoren war, zunächst einen separaten Fragebogen für diese Arztgruppe zu entwickeln. Der Fragebogen geht auf die speziellen Bedürfnisse von Patienten ein, die auf Zahnarztsuche sind. Entsprechend wird es noch etwas Zeit brauchen, bis die Befragungsergebnisse zu Zahnärzten flächendeckend zur Verfügung stehen.

Wie sind die Ergebnislisten in der Arztsuche sortiert?

Die Ergebnisliste ist nach der Entfernung zur eingegebenen Postleitzahl (PLZ) sortiert: Oben in der Ergebnisliste finden sich die zur PLZ nächstgelegenen Praxen. Damit stellen wir eine neutrale Sortierung sicher. Sie haben die Möglichkeit, über ein Auswahlfenster oberhalb der Tabelle die Darstellung individuell zu verändern.

Woher stammen die Adressdaten der Ärzte, die in der Suche verzeichnet sind?

Das Ärzteverzeichnis wird bereitgestellt von der Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit.

Warum werden auch Privatärzte angezeigt?

In der Arztsuche sind auch Privatärzte verzeichnet, da die Suche von jedermann genutzt werden kann, auch von Privatversicherten. Zudem lassen sich gesetzlich Versicherte in Einzelfällen auch von Privatärzten behandeln. In den Suchergebnissen wird angegeben, welche Form der Abrechnung bei dem jeweiligen Arzt oder Zahnarzt zum Tragen kommt. Zudem kann nach „Art der Abrechnung“ gefiltert werden.

Kann es sein, dass einzelne Ärzte nicht im Portal verzeichnet sind?

Dies kann in Einzelfällen vorkommen. Sollten Nutzer der Arztsuche oder Ärzte selbst feststellen, dass ein Eintrag fehlt oder nicht mehr aktuell ist, können Sie uns das über die entsprechenden Kontaktformulare mitteilen. Wir leiten diese Mitteilung direkt an die zuständige Adressredaktion bei der Stiftung Gesundheit weiter.

Hier gelangen Sie zu den entsprechenden Kontaktformularen: Kontakt für Nutzer; Kontakt für Ärzte.

Welche Möglichkeiten habe ich als Arzt im Portal?

Als Ärztin oder Arzt können Sie im Portal Korrekturwünsche zu Ihrem Eintrag mitteilen, Befragungsergebnisse kommentieren und Fotos Ihrer Praxis hochladen. Zudem können sie E-Mail-Benachrichtigungen über neu eingehende Beurteilungen abonnieren. Alle Angebote sind kostenfrei. Sofern gewünscht können Sie die Ansicht Ihrer Ergebnisse und die Beurteilungsmöglichkeit auch komplett sperren. Die Nutzer der Arztsuche erhalten in diesem Fall einen entsprechenden Hinweis.

Alle Möglichkeiten finden sich im persönlichen Portalbereich der jeweiligen Ärztin oder des jeweiligen Arztes. Dorthin gelangen Sie als Arzt oder Ärztin auf folgendem Weg:

  • Suchen Sie auf der Startseite der Arztsuche nach Ihrem Nachnamen und Ihrer Postleitzahl.
  • Wenn Sie auf der Ergebnisliste Ihren Namen anklicken, gelangen Sie zu Ihrem Detailprofil.
  • Auf der unteren Seite des Profils findet sich der Link zu Ihrem Arztbereich.

Häufige Fragen zur Methode

Wie wurde die Befragung entwickelt?

Die Fragebögen wurden nach höchsten wissenschaftlichen Standards in einem mehrstufigen Verfahren entwickelt und auf ihre Aussagekraft überprüft. Es gibt einen Fragebogen zu Haus- und Fachärzten, eine angepasste Version zu Kinderärzten sowie einen speziellen Fragebogen zur Beurteilung von Zahnärzten. Neben Wissenschaftlern und Experten waren an der Entwicklung Patientenvertreter, die Bertelsmann Stiftung, die AOK, die BARMER und auch Ärztevertreter beteiligt. Beauftragt mit der Umsetzung war das unabhängige IGES-Institut. In der Rubrik „Methode“ haben wir detaillierte Informationen zur Entwicklung des Fragebogens zusammengestellt.

Nach welchen Kriterien können Versicherte ihre Ärzte beurteilen?

In der strukturierten Befragung geben die Versicherten Auskunft zu den Erfahrungen, die sie beim Arztbesuch gemacht haben – wissenschaftlich abgesichert und fair für die beurteilten Ärzte. Der Fragebogen deckt alle Leistungsbereiche innerhalb einer Arztpraxis ab, mit denen Patienten in Berührung kommen – und die sie selbst beurteilen können: Praxispersonal, Räumlichkeiten, Praxisorganisation, medizinische Geräteausstattung, Kommunikation mit dem Arzt und die eigentliche Behandlung. Ergänzend wird im Fragebogen um eine Gesamteinschätzung gebeten.

Eine Auflistung der Fragen finden Sie auf einer speziellen Seite des Portals. Bei Interesse können Sie die Fragebögen herunterladen. Bitte beachten Sie: Der Download der Fragbögen ist mit Nutzungsbedingungen verbunden.

Welche Arztgruppen sind in die Befragung eingeschlossen?

Einbezogen werden alle niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte, die in regelmäßigem persönlichen Kontakt mit ihren Patienten stehen. Zudem werden niedergelassene Privatärzte berücksichtigt. Ausgeschlossen werden etwa Pharmakologen oder Pathologen, da diese nur in äußerst seltenen Fällen Patientenkontakt haben. Außerdem werden Psychotherapeuten derzeit nicht in die Befragung einbezogen. Für diese Fachgruppe soll im nächsten Schritt ein spezieller Fragebogen entwickelt werden.

Wer kann an der Befragung teilnehmen?

An der Befragung teilnehmen können Versicherte der AOK, der BARMER, der Techniker Krankenkasse und der Bertelsmann Betriebskrankenkasse. Die Kassen bieten die Befragung auf ihren Internetseiten an. Andere gesetzliche Krankenkassen können sich am Projekt beteiligen, entsprechend könnten dann auch deren Versicherte an der Befragung teilnehmen. Die Ergebnisse der Befragung sind für jedermann auf diesen Seiten kostenfrei zugänglich.

Wie schließen Sie Manipulation der Ergebnisse aus?

Mehrfachbeurteilungen einer Ärztin oder eines Arztes werden ausgeschlossen, indem die Befragung nur für Versicherte der beteiligten Kassen passwortgeschützt zugänglich ist. Ein Versicherter kann eine Ärztin oder einen Arzt nur einmal beurteilen, bei einer erneuten Beurteilung werden die älteren Ergebnisse überschrieben. Zudem werden verschiedene Sicherheitsmechanismen und Plausibilitätsprüfungen nach inhaltlichen Auffälligkeiten eingesetzt.

Werden die Datenschutz-Vorgaben bei der Befragung beachtet?

Die Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorgaben ist eine der zentralen Projektprämissen. Wir haben Datenschützer direkt in die Entwicklung des Projekts einbezogen und achten darauf, dass alle Auflagen vollständig erfüllt werden. Die Befragung erfolgt anonym, es werden keine Daten zur teilnehmenden Person gespeichert.