Weiterführende Hinweise zu den Datengrundlagen

Die Weisse Liste verwendet vorrangig die Informationen aus den sogenannten strukturierten Qualitätsberichten der Krankenhäuser gemäß § 136b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SGB V. Demnach sind alle nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser verpflichtet jährlich einen strukturierten Qualitätsbericht zu veröffentlichen. In der Weissen Liste werden alle Krankenhäuser aufgeführt, die gemäß der Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser einen Qualitätsbericht eingereicht haben und vom Gemeinsamen Bundesausschuss in seinen Datenbeständen aufgeführt werden. Hinweis: Einzelne Kliniken sind nicht nach § 108 SGB V zugelassen. In diesen Kliniken können sich gesetzlich Versicherte nicht oder nur eingeschränkt zu Lasten ihrer Krankenkasse behandeln lassen. Dies sollte im Vorfeld der Behandlung mit der Klinik geklärt werden. Die Qualitätsberichte 2015 bilden die aktuelle Datengrundlage. Die Vereinbarungen zum Inhalt und Umfang dieser Berichte finden Sie unter www.g-ba.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die strukturierten Qualitätsberichte der jeweiligen Krankenhäuser auf Selbstangaben basieren. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die Krankenhäuser Formvorgaben zum Ausfüllen der Qualitätsberichte nicht eingehalten, bestimmte Angebote nicht ausgewiesen oder versehentlich falsche Angaben gemacht haben. Eine Überprüfung der Angaben der Krankenhäuser durch die Weisse Liste erfolgt nicht. Sollte Ihnen ein Fehler in den Qualitätsdaten auffallen, können Sie ihn in unserem eigens hierzu eingerichteten Kontaktformular melden.

Die Qualitätsberichte werden in der Weissen Liste in Verbindung mit anderen Erkenntnisquellen genutzt, z. B. Zusatzinformationen der Krankenhäuser, Ergebnisse aus Patientenbefragungen (siehe unten) oder redaktionelle Aktualisierungen durch den Krankenhaus-Support. Die dargestellten Ergebnisse sind daher keine 1:1-Wiedergabe der Krankenhaus-Qualitätsberichte. Eine 1:1-Darstellung der PDF-Versionen der Berichte finden Sie ebenfalls unter www.g-ba.de.

Die Hauptdiagnosen nach ICD-10, die Prozeduren nach OPS sowie die ambulanten Operationen nach § 115b SGB V (nach OPS), die für die einzelnen Fachabteilungen/Organisationseinheiten im Datenbestand geführt werden, umfassen 100 Prozent aller ICD-Ziffern (vierstellig) bzw. OPS-Ziffern (endstellig) und deren Häufigkeit; aus Datenschutzgründen sind keine Fallzahlen kleiner 4 Fälle angegeben. In der Weissen Liste werden die auf den Behandlungswunsch bezogenen Fallzahlen in der Regel auf Ebene der ICD-Ziffern bzw. der OPS-Ziffern auch endstellig ausgewiesen. Hierfür werden die Fallzahlen der zugeordneten tieferstelligen ICD- und OPS-Ziffern aufaddiert. Für die Ziffern, bei denen aus Datenschutzgründen keine Fallzahlen kleiner 4 Fälle angegeben wurden, wird im Ersatz mit einer Fallzahl = 1 gerechnet. Insofern besteht die Möglichkeit, dass von einer Fachabteilung/Organisationseinheit oder von einem Krankenhaus gegebenenfalls mehr Fälle mit der jeweiligen Hauptdiagnose behandelt oder mehr Prozeduren erbracht worden sind, als die Weisse Liste ausweist. Hierauf wird durch die Anmerkung "Ausgewiesen ist die Mindestanzahl behandelter Fälle oder durchgeführter Untersuchungen und Behandlungen pro Jahr" hingewiesen.

Zudem beruhen die in diesem Absatz bezeichneten Qualitätsdaten, die in der Weissen Liste dargestellt werden, auf Kennzahlen, die – zur Verbesserung der Nutzerorientierung – auf Basis der Qualitätsberichte berechnet wurden. So werden etwa im Schritt "Untersuchungs- und Behandlungsverfahren" die Leistungsmengen einer oder mehrerer (gegebenenfalls auch endstelliger) OPS-Ziffern, die dem jeweiligen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren zugeordnet sind, aufaddiert. Im Schritt "Personelle Ausstattung" werden die als Vollzeitäquivalente mitgeteilten Angaben aus den strukturierten Qualitätsberichten in Relation zu den Fallzahlen des Krankenhauses und der Fachabteilungen / Organisationseinheiten gesetzt. Dabei bleibt die von den Krankenhäusern durchgeführte (passende) Zuordnung des ärztlichen und pflegerischen Personals, das in der direkten Patientenversorgung tätig ist, jedoch in keiner eigenen Organisationseinheit / Fachabteilung dargestellt wird, unberührt. Einzelnen Krankenhäusern war es nicht möglich, ihr Personal auch den einzelnen Fachabteilungen / Organisationseinheiten zuzuordnen.

In der Ergebnisliste der Krankenhaussuche zeigt die Weisse Liste unter der Bezeichnung „Behandlungsrelevante Ausstattung“ wie viele der als wünschenswert festgelegten Ausstattungsmerkmale auch tatsächlich in jedem der Krankenhäuser vorhanden sind. Für jeden Behandlungsanlass ist individuell festgelegt, welche Ausstattung ein Krankenhaus vorhalten sollte. Die Auswahl der jeweiligen Merkmale orientiert sich – soweit vorhanden – an den Vorgaben medizinischer Leitlinien. Der Erfüllungsgrad wird in der Dimension „Behandlungsrelevante Ausstattung“ in einem Kreisdiagramm sowie als absolutes Ergebnis angezeigt. Welche Merkmale im Detail geprüft wurden, wird über eine Auswahl unter "Details anzeigen" angezeigt. Der jeweilige Grad der Ausstattung ist kein alleiniger Garant für ein gutes oder weniger gutes Behandlungsergebnis.

Patientenbefragung mit dem Patients’ Experience Questionnaire (Patientenzufriedenheit)

Zudem fließen in die Weisse Liste Ergebnisse aus Patientenbefragungen mit dem sogenannten Patients’ Experience Questionnaire (PEQ) und dem eigens für die Geburtshilfe entwickelten Fragebogen PEQ-Geburt ein. Der PEQ ist ein standardisierter Kurzfragebogen, der von der Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem ehemaligen Schweizer "Verein Outcome" entwickelt wurde. Seit November 2011 befragen AOKs und BARMER bundesweit Versicherte zu den Erfahrungen, die diese während ihres Krankenhausaufenthaltes gemacht haben. In Sachsen-Anhalt befragt nur die BARMER ihre Versicherten. Seit Anfang 2014 werden zudem weibliche Versicherte mit dem PEQ-Geburt Fragebogen zu ihren Erfahrungen mit einer stationären Entbindung angeschrieben; die Ergebnisse zur Patientenzufriedenheit zu Geburten werden seit August 2017 bundesweit im Portal dargestellt. In den Regionen Rheinland, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt werden nur Versicherte der BARMER befragt.

Weitere Informationen finden Sie in den Details zur Versichertenbefragung.

Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft

Die Informationen über die Zertifizierung von Einrichtungen als Krebszentren werden von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und der Zertifizierungsstelle OnkoZert zur Verfügung gestellt. Sie sind urheberrechtlich geschützt. Die Bereitstellung der Informationen erfolgt zum persönlichen, privaten und nicht-kommerziellen Gebrauch. Weitergehende Nutzungen sind nur mit Genehmigung der Deutschen Krebsgesellschaft erlaubt. Für die Richtigkeit der Angaben und die methodische Güte ist die Weisse Liste nicht verantwortlich.

Das Zertifizierungssystem der DKG orientiert sich an hohen Qualitätsmaßstäben, um die Betreuung onkologischer Patienten zu verbessern und ihnen in jeder Phase ihrer Erkrankung eine Behandlung zu ermöglichen. Ausführliche Informationen zum Zertifizierungssystem der DKG erhalten Sie bei der Deutschen Krebsgesellschaft.

Unter www.oncomap.de werden die zertifizierten Zentren veröffentlicht. Dort sind auch die registrierten Behandlungspartner unterschiedlicher Fachrichtungen aufgeführt, welche gemäß den Vorgaben des DKG-Zertifizierungssystems das interdisziplinäre Versorgungsnetzwerk darstellen können.