Krankenhausvergleich: Weisse Liste informiert jetzt über Patientensicherheit und Hygiene

Berlin, 29.01.2016. Wenden Krankenhäuser standardisierte OP-Checklisten an? Gibt es eine verantwortliche Person für das Risikomanagement in einer Klinik? Werden Risikopatienten auf Infektionen mit dem Keim MRSA untersucht? Ab sofort informieren der Krankenhausvergleich der Weissen Liste und die darauf basierenden Portale von AOK, BARMER GEK und Apotheken Umschau über Patientensicherheit und Hygiene. Ratsuchende können online auf einen Blick erkennen, wie aktiv einzelne Krankenhäuser in diesen Bereichen sind – und so die Kliniken miteinander vergleichen.

„Anspruch der Weissen Liste ist es, Patienten, Angehörige und einweisende Ärzte leicht verständlich über die Qualität von Krankenhäusern zu informieren“, sagt Roland Rischer, Geschäftsführer der Weisse Liste gemeinnützige GmbH, Betreiberin des Internetportals. Für Patienten sei dabei das Thema Krankenhaushygiene von besonderer Bedeutung. Das zeigten die regelmäßigen Nachfragen von Nutzern des Portals. „Mit der Darstellung des neuen Qualitätsbereiches bieten wir nun erstmals die Möglichkeit, sich mit wenigen Klicks über das Engagement von Krankenhäusern für Patientensicherheit und Hygiene zu informieren“, so Rischer.

Neuer Informationsbereich ergänzt vorhandene Qualitätsdaten

Der neue Informationsbereich in der Krankenhaussuche fasst Maßnahmen und Ausstattungsmerkale einer Klinik zusammen, die die Sicherheit des Patienten bei einer Behandlung verbessern sollen. Die Darstellung erfolgt in vier Dimensionen wie „Maßnahmen beim Operieren“ oder „Hygiene und Infektionsschutz“. Je nach Dimension sind unterschiedliche Kriterien zu erfüllen, etwa „Teilnahme an der Aktion Saubere Hände“. Ein einfaches Kreisdiagramm zeigt das Ergebnis der jeweiligen Klinik zusammengefasst – je voller der Kreis, desto höher der Erfüllungsgrad für Patientensicherheit und Hygiene. Die neuen Informationen beruhen auf Selbstangaben der Klinken und ergänzen die schon bislang in der Weissen Liste veröffentlichten Qualitätsdaten, etwa zur Behandlungshäufigkeit, zur Ausstattung eines Krankenhauses oder zur Patientenzufriedenheit.

Zentrale Grundlage der Weissen Liste, einem gemeinsamen Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen, sind die sogenannten strukturierten Qualitätsberichte von rund 2.000 Krankenhäusern, die jetzt in der sechsten Auflage erschienen sind. Ergänzt werden diese durch die Ergebnisse einer bundesweiten Patientenbefragung, durchgeführt von AOK, BARMER GEK und Weisse Liste. Anspruch der Initiatoren ist es, die Informationen leicht verständlich aufzubereiten und den Nutzer selbst entscheiden zu lassen, welches Krankenhaus am besten zu seinem Behandlungsanlass passt. Auf den Seiten kann man ohne medizinisches Vorwissen recherchieren: Fast 5.000 allgemeinverständlich übersetzte Fachbegriffe, ein integrierter Diagnosen-Dolmetscher und verständliche Erklärungen helfen bei der Suche.

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