Arztbewertung per Freitext: Jetzt bundesweit möglich

Berlin, 03.03.2016. Ab sofort können Versicherte in der Weissen Liste Ärzte und Zahnärzte bundesweit mit Freitext-Einträgen bewerten. Der Freitextkommentar ergänzt den regulären Fragebogen zur Arztbewertung und gibt Patienten die Möglichkeit, mit eigenen Worten zu berichten, was sie in der Arztpraxis gut fanden oder verbessern würden. Die Freitextbewertung startete zunächst als Pilotprojekt in Hessen und wird nun bundesweit ausgedehnt. Teilnehmen können Versicherte der am Projekt beteiligten Krankenkassen AOK, BARMER GEK, Techniker Krankenkasse und Bertelsmann BKK.   

„Die schriftlichen Rückmeldungen sind eine wichtige Datenbasis für Portalnutzer und Ärzte“, sagt Roland Rischer, Geschäftsführer der Weisse Liste gemeinnützige GmbH. „Sie machen das Bild eines Arztes für die Nutzer noch vollständiger. Und Ärzte erhalten konkretes Feedback, das sie in ihr Qualitätsmanagement einbeziehen können.“

Ärzte können öffentlich sichtbar auf Bewertungen reagieren

Die Pilotphase hat gezeigt, dass zu jeder dritten Fragebogen-Bewertung ein Kommentar verfasst wird. Diese sind insgesamt ausgewogen: Rund 58 Prozent der Kommentare enthalten Lob, davon sind 44 Prozent sogar ausschließlich lobend. Mehr als die Hälfte der Kommentare enthalten Verbesserungsvorschläge oder kritische Rückmeldungen.

Die Freitextbewertung erfolgt auf Basis von umfassenden Regeln zur Verhinderung von Schmähkritik. Die Einträge werden erst nach einer redaktionellen Prüfung veröffentlicht. Ärzte und Zahnärzte können öffentlich sichtbar auf eine Bewertung reagieren. Über den Arztbereich des Portals haben sie die Chance, sich per E-Mail über den Eingang einer neuen Bewertung informieren zu lassen.

Die Arztsuche der Weissen Liste ist für alle Ratsuchenden frei zugänglich. Ihre Ärzte bewerten können Versicherte der am Projekt beteiligten Krankenkassen. Die Ergebnisse aus dem Fragebogen werden zusammengeführt und zusammen mit den Freitextbewertungen zu jedem einzelnen Arzt veröffentlicht. Ein einzigartiges Registrierungsverfahren schützt vor Mehrfachbewertungen, gekaufte Einträge sind nicht möglich.

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