Neue Service-Seite der Weissen Liste informiert über Palliativversorgung

Berlin, 02.11.2015. Die Weisse Liste bietet ab sofort auf einer neuen Service-Seite Informationen zur Versorgung in der letzten Lebensphase. Patienten, Angehörige und Interessierte können dort unter anderem erfahren, was Palliativversorgung ist, welche Versorgungsformen es gibt und wie sich Betroffene auf die letzte Lebensphase vorbereiten können.

Gut informiert – gezielt vorsorgen  

Nutzer finden auf der Seite leicht verständliche Informationen über die Palliativversorgung – zu Hause, im Pflegeheim, im Hospiz oder im Krankenhaus. Die Weisse Liste informiert unter anderem über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Versorgungsformen und Möglichkeiten zur Kostenerstattung. Das Besondere: Die Seite ist gekoppelt an die Gesundheitsanbieter-Suche der Weissen Liste. So lässt sich ermitteln, welche Pflegedienste Palliativpflege anbieten und welche Krankenhäuser palliativmedizinisch versorgen. Zudem helfen sogenannte Faktenboxen des „Faktencheck Gesundheit“ bei konkreten Entscheidungen in Bezug auf die Versorgung im häuslichen Umfeld sowie nach einer Lungenkrebsdiagnose.

„Die Weisse Liste will mit der Service-Seite Betroffene und Angehörige für das Thema Palliativversorgung sensibilisieren und sie bei der Informationssuche kompetent unterstützen“, sagt Roland Rischer, Geschäftsführer der Weisse Liste gemeinnützige GmbH. „Bisher gibt es nur wenige Angebote in Deutschland, die dieses Thema aufgreifen und den Patienten in den Mittelpunkt stellen“, so Rischer.

Hintergrund: Fast jeder Zweite stirbt im Krankenhaus

Hintergrund für die Entwicklung der Service-Seite ist eine aktuelle Studie des Faktencheck Gesundheit zum Thema Palliativversorgung. Sie zeigt, dass rund die Hälfte der älteren Deutschen in einem Krankenhaus stirbt, obwohl ein Großteil den Wunsch hat, die letzte Lebensphase in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Die Bertelsmann Stiftung, Projektträger des Faktencheck Gesundheit, plädiert für einen frühzeitigen Einsatz der Palliativversorgung und einen Ausbau der ambulanten Versorgungsstrukturen.