Krankenhaus Stellungnahme

Stellungnahme des Krankenhauses

Als vom Krankenhaus legitimierter Mitarbeiter können Sie hier zu folgendem Erfahrungsbericht Stellung nehmen:

 

Kopie meines Schreibens an die Leitung des Krankenhauses (gekürzt, ohne Namen)...Meine 85-jährige Mutter wurde an einem Donnerstag mit akuter Lungenentzündung und Dehydrierung eingeliefert. Sie wurde mit einem Rettungswagen vom Heim in die Ambulanz des 120m (Fahrstrecke!) entfernten Klinikums gefahren. Wir fanden sie am nächsten Tag gegen 9:30 verwirrt vor. Die Braunüle schien sie in einem Demenzschub herausgezogen zu haben. Das ausgetretene Blut war bereits getrocknet, der Vorfall lag also schon einige Zeit zurück. Wir wiesen dann das Pflegepersonal darauf hin, es war ihm noch nicht bekannt. Als die Braunüle entfernt wurde, war die erste Tagesdosis Antibiotikum noch nicht durchgelaufen. Eine Literflasche Kochsalzlösung hing schon bereit. Meine Mutter ist – wie viele ihres Alters – äußerst trinkschwach. Wir konnten sienur dazu zu bringen, einen halben Liter Wasser zu trinken. Das Pflegepersonal gab die Auskunft, dass es weder befugt noch dazu ausgebildet ist, Braunülen selber zu setzen, das müsse ein Arzt tun. Es gäbe aber an diesem Tag nur eine Ärztin, die für alle Stationen mit fast 120 Betten und für die Ambulanz zuständig sei. Diese war aber stets voller Patienten und hatte Priorität. Als wir die Station um 18:30 verließen, hatte noch kein Arzt das Zimmer betreten. In Summe fehlten meiner Mutter damit 2 ½ Dosen Antibiotikum und mindestens 2 Liter Flüssigkeit. Sie wurde als geheilt entlassen, scheint jetzt aber erstmals ihre Lebensgeister aufzugeben.

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Angaben für die Prüfung der Stellungnahme